19 Tipps zu Videokonferenzen in der Lehre

In der Pandemie sind Videokonferenzen zu einem zentralen Werkzeug geworden, um Unterricht über Distanzen zu realisieren: Die Teilnehmenden einer Videokonferenz sehen und hören sich, und es liegt nahe, bestehende Unterrichtskonzepte mit Videokonferenzen umzusetzen. Doch gleichzeitig werden Videokonferenzen vielfach und mit häufigerer Nutzung als anstrengend erlebt. Es entstehen Enttäuschungen, die für die Teilnehmenden vielfach schwer zu erklären sind, verspricht die Videokonferenz doch einerseits soziale Präsenz und hinterlässt dann andererseits ein Gefühl von Defizit.

Der Beitrag von Michael Kerres gibt Hinweise für den didaktischen Einsatz von Videokonferenzen. Er zeigt auf, wie diese Diskrepanz erklärt werden kann. Auf der Grundlage wahrnehmungs- und sozialpsychologischer Befunde werden Differenzen der Kommunikation vor-Ort und in einer Videokonferenz beschrieben. Hieraus werden Schlussfolgerungen für die didaktische Konzeption videobasierter Lernangebote abgeleitet. Die 1:1 – Übertragung traditioneller Unterrichtskonzepte auf die Videokonferenz führt in eine Sackgasse. Videobasierte Lehre ist anders anzulegen, und sollte synchrone und asynchrone Elemente kombinieren.

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